TC Wathlingen e.V. 1976

Wir VEREINen Generationen

18.06.2017

„Serientäter“ schlagen wieder zu

Kathrin Ehrenberg/Helga Ziegner und Oliver Schreiber/Horst Schreiber sind neue Doppel-Champions des TC Wathlingen

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Generationenduelle und -duette, dramatische Spiele, packende Ballwechsel bei brütender Hitze (Sonnenbrände inklusive…) und natürlich wieder jede Menge Spaß: Die Doppel-Clubmeisterschaften des TC Wathlingen hatten es einmal mehr in sich. Am Ende der zweitägigen Veranstaltung schlugen die „Serientäter“ wieder zu: Bei den Damen sicherten sich Kathrin Ehrenberg und Helga Ziegner den Titel, bei den Herren triumphierten Horst Schreiber und Oliver Schreiber. Für Helga Ziegner war es bereits der siebte Titel bei der insgesamt zehnten Auflage der Doppel-Konkurrenz im neuen Modus (seit 2008), für Oliver Schreiber der sechste Erfolg und dritte Sieg in Folge bei der zwölften Veranstaltung dieser Art seit 2006.

Das Teilnehmerfeld war „prominent“ bestückt: Insgesamt zwölf ehemalige und amtierende Champions gaben sich die Ehre – das kann kein Grand-Slam-Turnier bieten… „Qualitativ ließ das Teilnehmerfeld keine Wünsche offen, quantitativ haben wir sicherlich noch Luft nach oben. Alle Spielerinnen und Spieler haben hier zwei Tage lang gutes Tennis gezeigt, am Ende hat es verdiente Sieger gegeben. Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner“, erklärte der TCW-Vorsitzende Andreas Ziegner.

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Was aber noch viel wichtiger als der rein sportliche Aspekt war: Die TCW-Generationen waren bei diesem Turnier vereint. Bei den Herren waren die altersmäßigen „Ausreißer“ nach oben und unten im Halbfinale sogar unter sich. Anton Moor, mit 17 Jahren neben Jannis Scheffler der jüngste Teilnehmer, traf hier an der Seite von Andreas Ziegner auf Eberhard Klopsch, dem ältesten Mitwirkenden mit 81 Jahren. Der spielte zusammen mit Stefan Barsch, der wiederum von einer Neuerung profitierte. Da er nur am Sonntag spielen konnte, übernahm er den Part von Jannis Scheffler, der nur am Samstag einsatzbereit war – und der ihm den Einzug in die Vorschlussrunde bescherte. Das gleiche galt bei den Damen bei Almut Bläsig, die von den Leistungen von Bärbel Neuhaus profitierte und in der Endrunde zusammen mit Birgit Könecke auf dem Platz stehen durfte. Auch Clemens Meisel und Anton Moor nahmen die Neuregelung in Anspruch und „teilten“ sich die Clubmeisterschaften.

Gespielt wurde sowohl bei den Damen als auch bei den Herren – selbstverständlich wieder nach einem gemeinsamen Frühstück zur Einstimmung – in bewährtem Modus mit Einstufung nach Stärke und entsprechendem Losverfahren – unabhängig von Altersklassen. In den drei Vorrunden-Spielen mit wechselnden Partnern aller Generationen ergaben sich so sehr ausgeglichene Matches, in denen jeder einzelne Teilnehmer Punkte sammeln konnte. Daraus resultierten wiederum feste Duos für die Endrunde, der Punktbeste spielte mit dem „Schlusslicht“, der Zweite mit dem Vorletzten, usw. zusammen. Bei den Damen war Renate Bruns die Punktbeste, bei den Herren Oliver Schreiber.

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Fast schon obligatorisch gab es sehr ausgeglichene und spannende Spiele, meist brachte erst der Match-Tiebreak die Entscheidung. Kurzweilig mit langen Ballwechseln hieß hier die Devise. Da war es fast schon überraschend, dass beide Halbfinal-Partien in zwei – wenn auch lang andauernden – Sätzen entschieden wurden. Hier behielten Kathrin Ehrenberg/Helga Ziegner gegen Renate Bruns/Gritta Könecke mit 6:4, 6:2 die Oberhand, Birgit Könecke/Almut Bläsig bezwangen Anna Moor/Sylvia Menzel 6:3, 6:2. Im Endspiel sah es zunächst auch nach einem Zweisatz-Erfolg aus. Birgit Könecke/Almut Bläsig führten bereits mit 6:2, 4:1, doch dann feierten Kathrin Ehrenberg/Helga Ziegner ihr Comeback und drehten die Partie noch – am Ende hieß es 2:6, 7:5, 10:7 aus ihrer Sicht. Das Finale der Trostrunde ging kampflos an Anna Moor/Sylvia Menzel, da sich Renate Bruns im Halbfinale eine Zerrung zugezogen hatte und nicht mehr weiterspielen konnte. Stattdessen gab es einen Showkampf mit Herren-Beteiligung – das tolle Wetter sollte ja schließlich voll ausgenutzt werden…

Nicht minder dramatisch ging es bei den Herren zu – auch schon während der Vorrunde. Wie auch bei den Damen hatte nach den drei Vorrundenspielen niemand null Punkte auf dem Konto. Die acht Besten qualifizierten sich fürs Halbfinale, die dahinter Platzierten spielten in der Trostrunde den „Clubmeister der Herzen“ aus. Diesen Titel errangen Jürgen Schmidt/Jens Ehrenberg, die sich im Endspiel gegen Werner Könecke/Reinhard Bruns mit 6:4, 6:1 durchsetzten. In der Hauptrunde zogen Andreas Ziegner/Anton Moor durch ein 6:2, 6:2 gegen Eberhard Klopsch/Stefan Barsch ins Finale ein. Im zweiten Semifinale mussten Oliver Schreiber/Horst Schreiber hart kämpfen, um Jürgen Menzel/Waldemar Moor in die Knie zu zwingen. Hier ging es hin und her. Im ersten Satz führten Jürgen Menzel/Waldemar Moor bereits mit 5:2 und 40:15, ehe ihre Gegner zu einer am Ende erfolgreichen Aufholjagd ansetzten und den Durchgang mit 7:5 gewannen. Im zweiten Satz lief es dann beinahe umgekehrt, dieses Mal führten Oliver Schreiber/Horst Schreiber mit 4:1, ehe ihre Kontrahenten zum 4:4 egalisierten und anschließend einen 40:0-Vorsprung nicht nach Hause brachten. Die späteren Sieger retteten sich schließlich zu einem 6:4.

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Das Finale bei der zwölften Auflage der Doppel-Clubmeisterschaften nach speziellem TCW-Modus verlief ebenfalls abwechslungsreich. Vor allem Anton Moor lieferte bei seiner Endspiel-Premiere ein starkes Match ab. An der Seite des dreimaligen Turnier-Champions und insgesamt achtmaligen Finalisten Andreas Ziegner erntete er von den Zuschauern jede Menge Applaus, weil er eigentlich schon als Punkt abgehakte Bälle noch erlief und gekonnt zurückspielte. Oliver Schreiber (neuntes Endspiel) und Horst Schreiber (vierte Endspiel-Teilnahme) mussten so die Konzentration stets hochhalten. Es entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe. Den ersten Durchgang entschieden Oliver Schreiber/Horst Schreiber mit 6:4 für sich, im zweiten Satz führten sie bereits mit 4:0 und 5:2, ehe Andreas Ziegner/Anton Moor noch einmal alles aus sich herausholten und ihrerseits plötzlich mit 6:5 vorne lagen. Oliver Schreiber/Horst Schreiber retteten sich in den Tiebreak, den sie schließlich mit 7:4 gewannen und somit neue Clubmeister wurden.

„Wir haben wirklich wieder zwei sehr schöne Tage erlebt – und darum geht es letztlich bei den Clubmeisterschaften. Inklusive geselligem Beisammensein mit der ein oder anderen Tanzeinlage. Ich möchte mich dafür herzlich bei allen Teilnehmern bedanken. Und auch bei denjenigen, die trotz Verletzungen absagen mussten, aber als Zuschauer die Veranstaltung begleitet haben. Mein ganz besonderer Dank gilt aber natürlich wieder unserem Festausschuss und allen Helfern und Kuchenspendern“, sagte der TCW-Vorsitzende Andreas Ziegner.

Für die Wathlinger Tennis-Asse geht es nahtlos mit den Punktspielen weiter. Am Wochenende 24. und 25. Juni stehen insgesamt drei Heimspiele auf dem Programm. Am Samstag treffen die Herren 40 um 12 Uhr auf den TC Hambühren II, die Damen 40 empfangen den TC Bischofshol. Am Sonntag feiern die Damen 40+ in der Doppel-Nebenrunde um 12 Uhr ihr Saisondebüt gegen den TC Falkenberg.

Bildunterschriften:

Foto 1, Doppel Finale Damen: Die Endspiel-Teilnehmerinnen im Damen-Doppel: (von links) Birgit Könecke, Almut Bläsig, Kathrin Ehrenberg und Helga Ziegner.

Foto 2, Doppel Teilnehmer Damen: Die weiblichen Tennis-Asse des TC Wathlingen lieferten sich viele schöne Ballwechsel: (hinten von links) Sylvia Menzel, Almut Bläsig, Gritta Könecke, Helga Ziegner, Renate Bruns, (unten von links) Kathrin Ehrenberg, Anna Moor und Birgit Könecke / es fehlt Bärbel Neuhaus.

Foto 3, Doppel Hauptrunde Herren: Die Finalisten im Herren-Doppel: (von links) Horst Schreiber, Oliver Schreiber, Anton Moor und Andreas Ziegner.

Foto 4, Doppel Trostrunde Herren: Sie standen im Finale um den Titel „Clubmeister der Herzen“: (von links) Jürgen Schmidt, Reinhard Bruns, Werner Könecke und Jens Ehrenberg.